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Tromsö: Unsere Tipps für einen Aufenthalt in der Stadt der Polarlichter

Während unserer 5 Tage in Tromsö haben wir einiges erlebt und dabei auch nützliche Tipps für euch zusammengetragen. Hier könnt ihr nachlesen. worauf ihr achten solltet, wenn ihr einen Trip nach Tromsö plant.

Sehenswürdiges in Tromsö

Die Eismeerkathedrale

Auf dem Festland gelegen und etwas erhöht liegt die nicht zu übersehende Eismeerkathedrale. Sie wurde 1965 erbaut und vom Architekten Jan Inge Hovig entworfen. Sie ist definitiv einen Besuch wert aber man sollte die Öffnungszeiten beachten, damit man nicht (so wie es uns leider passierte) vor verschlossenen Türen steht. Auf der Webseite findet man neben den Öffnungszeiten auch Eintrittspreise sowie Veranstaltungen wie z.B. Orgelkonzerte: Homepage

Eismeerkathedrale Tromsö

Ausblick Fjellheisen Tromsö

Fjellheisen

Ebenfalls auf dem Festland gelegen bringt einen Fjellheisen (eine Gondel) hoch zum Storsteinen, wo eine wundervolle Aussichtsplattform sowie das Restaurant „Fjellstua“ mit Panorama Blick auf einen wartet. Wer sich einen Mietwagen zugelegt hat, findet vor der Talstation genügend Parkplätze, sollte aber nicht auf ein Parkticket vergessen. Die Gondel fährt alle 30 Minuten die 421m hoch und wieder runter. Auf der Homepage findet man auch die Öffnungszeiten und die Preise: Link


Die Hurtigruten Schiffe

Täglich von 14:15 bis 18:30 kann man sich im Hafen von Tromsö die bekannten Hurtigruten Schiffe ansehen. Wobei man das gigantische Schiff nicht nur von außen betrachten kann, sondern sogar kostenlos an Board gehen und sich alles in Ruhe von innen ansehen darf. Am obersten Deck gibt es eine Bar "die Explorer", wo man einen verhältnismäßig günstigen und wirklich leckeren Kaffee bekommt. Ein paar Decks darunter gibt es auch ein Restaurant, wo man die Möglichkeit hat Königskrabben zu essen. Einen Ausweis sollte man nicht vergessen, denn den braucht man um beim Eingang eine "Port Guest" Karte zu bekommen.

Hurtigruten Schiff Kong Harald Tromsö

Tromsös Tunnelsystem

Die Insel Tromsøya ist relativ klein und eng bebaut. Deshalb gibt es unter Tromsö ein Tunnelsystem mit insgesamt drei Kreisverkehren und etlichen Parkplätzen. Wer die Gelegenheit hat, z.B. mit einem Mietwagen oder während eines Ausfluges durch das Tunnelsystem zu fahren, der wird nicht schlecht staunen. Als Tipp wollen wir hier aber nochmal das Parken erwähnen: Falls ihr einen eigenen Mietwagen habt, ist das Parken hier im Tunnel am günstigsten.


Tromsös Innenstadt

Tromsös Innenstadt ist zwar nicht groß, aber sie hat Flair. Mit vielen Lichtern und kleinen Läden, lädt Tromsös Innenstadt herzlichst zum Flanieren und Souvenir shoppen ein. Es reihen sich viele kleine Geschäfte nebeneinander und wir sind der Meinung, dass hier für jeden was dabei ist.

Tromsö Innenstadt, Hauptplatz

Museen in Tromsö - nicht nur eine gute Schlechtwetter-Alternative

Polaria Tromsö Norwegen

Gerade bei schlechtem Wetter zieht es doch einige Reisende gerne in die Museen. Immerhin kann man sich dort seiner dicken Bekleidung entledigen, sich wieder aufwärmen und gemütlich durch das Musuem schlendern. Aber wir empfehlen, auch wenn ihr den ganzen Aufenthalt über nur perfektes Wetter habt, euch das Polaria anzusehen. Dieses Museum im Hafen von Tromsö ist wegen der besonderen Architektur kaum zu verfehlen und bietet einen interessanten Einblick in die Polarforschung. Außerdem besitzt dieses Museum ein Panorama Kino, welches aber leider einen etwas veralteten, nicht sonderlich spannenden Film zeigt.

Aber gibt es wirklich tolle Aquarien sowie zwei Bartrobben und zwei Seehunde. Wenn man gleich morgens in das Museum geht, hat man die Möglichkeit den Tieren beim Frühstück zuzusehen. Da die Tiere sich ihr Essen quasi erst verdienen müssen, bekommt man auch gleich ein paar Kunststücke zu sehen. Das Team vom Polaria erklärt dazu einiges und beantwortet gerne sämtliche Fragen. Zum Abschluss landet man wie gewohnt noch in einem kleinen Souvenirshop.

Polarluchs Tromsö Museum Norwegen

Als zweites sehenswertes Museum wollen wir hier auf das Tromsö Museum, etwas außerhalb des Tourismusgebietes, hinweisen. Gegründet wurde das Museum 1872 und ist damit die älteste wissenschaftliche Institution im Norden Norwegens. Es gibt zwei verschiedene Bereiche:

- Naturwissenschaft

- Kulturwissenschaft

Während auf der naturwissenschaftlichen Seite viel auf das Klima, die Nordlichter und die Tiere eingegangen wird, wird einem bei der kulturwissenschaftlichen Ausstellung vor allem die Lebensweise der Samen (indigenes Volk Norwegens) näher gebracht. Wir fanden dieses Museum sehr lehrreich und spannend. Zum Abschluss gibt es natürlich den obligatorischen Souvenirshop.

Empfehlungen zum Buchen von Ausflügen

Wer eine Reise nach Tromsö plant, braucht sich nicht die Mühe machen, schon zu hause sämtliche Ausflüge zu buchen. Klar sind Recherchen nicht schlecht und über GetYourGuide bekommt man auch einen schönen Überblick darüber, was man alles machen könnte, aber wir empfehlen euch, die Ausflüge kurzfristig direkt in Tromsö zu buchen. Geht am besten gleich am ersten Tag ins Touristen-Büro und lasst euch beraten. Die Mitarbeiter dort sind außerordentlich kompetent und helfen euch, die passenden Ausflüge und Erlebnisse zu finden. Vor allem bei einer Nordlicht-Tour kommt es nämlich stark auf die Wetterbedingungen an und da solltet ihr euch Vorort beraten lassen, welche Nacht gerade die beste ist. Die Preise sind genau gleich, wie im Internet oder sogar etwas günstiger, weil einige Anbieter Prozente auf kurzfristige Buchungen geben.

 

Um euch einen guten Überblick zu verschaffen, welche Aktivitäten und Ausflüge man in Tromsös Umgebung so machen kann, würden wir euch den Tromso-Guide empfehlen. Den bekommt ihr entweder direkt in eurem Hotel oder ihr holt ihn euch kostenlos bei der Touri-Info. Darin findet man allerhand interessante Infos und kann sich ein bisschen inspirieren lassen.

Braucht man einen Mietwagen?

Das kommt ganz klar darauf an, zu welcher Jahreszeit man in Tromsö ist. Während der Polarnacht, in den Monaten von November bis Jänner, hat man leider wenig Tageslicht. Die Sonne schafft es in dieser Zeit nicht über den Horizont, sodass man am Tag nur mit zwei bis drei Stunden "Dämmerungs-Licht" rechnen kann. Dieses kleine Zeitfenster kann man dann aber nutzen, um mit seinem Mietwagen die Region rund um Tromsö zu erkunden, die einiges zu bieten hat. Den Großteil des restlichen Tages macht es leider wenig Sinn, mit seinem Mobil durch die Gegend zu cruisen, da man in der Dunkelheit sowieso nicht viel sehen kann. 

Mietwagen Herzt Tromsö

Tromsös Straßen sind im Winter sehr eisig. Eine Einheimische hat uns erklärt, dass PKWs mit Front- bzw. Heckantrieb per Gesetz dazu verpflichtet sind, mit Spikes ausgestattet zu sein. Ausgenommen von dieser Regelung sind aber Allrad-Antriebler - wie unser kleiner Polo. Das bescherte uns vor allem in der Stadt, wo viele Straßen steil und sehr vereist waren, einige schweißtreibende Momente.

Im Sommer können wir einen Mietwgen mit bestem Gewissen empfehlen, da die Landschaft atemberaubend ist. Fjorde, Berge, Wälder und Flüsse kann man dann auf eigene Faust erkunden und dort Halt machen, wo es einen gerade gefällt. 

 

Zum Thema Parken sei erwähnt, dass es keine kostenlosen öffentlichen Parkplätze auf Tromsö gibt - und Parken ist nicht günstig! Die preiswerteste Parkmöglichkeit befindet sich im Tunnelsystem von Tromsö und kostet pro Nacht zwischen 25€ und 30€.

Das haben wir vergessen  einzupacken

Bereits vor unserem Flug nach Tromsö haben wir einen kleinen "Wir packen unseren Koffer" Beitrag verfasst. Da man aber hinterher immer schlauer ist, möchten wir ein paar Dinge ergänzen.

Wer in Norwegen auch einen Ausflug machen möchte, z.B. eine Husky-Schlittenfahrt oder eine Nordlichttour, dem sei gesagt: Ihr bekommt in den meisten Fällen Thermoanzüge sowie dicke Stiefel vom Anbieter Vorort. Man muss also keine teure Polarausrüstung vor dem Urlaub kaufen.

Uns fehlte eigentlich nur ein kleines Hilfsmittel:

  • Spikes für die Schuhe

In jedem Souvenirshop gibt es diese Dinger für 10€ bis 20€ zu kaufen. Anfangs dachten wir, für diese kurze Zeit die wir hier sind, brauchen wir sowas nicht, aber: Die Straßen in Tromsö sind teilweise extrem vereist und auf dem blanken Eis hat man selbst mit den besten oder teuersten Schuhen keinen Halt. Gerade aus gehen wird dann teilweise zur Mutprobe. Vor allem bergauf oder bergab kann es schnell passieren, dass man auf dem Allerwertesten landet. Ab dem zweiten Tag waren wir also stolze Besitzer von Spikes für die Schuhe.

Hast du noch einen guten Tipp für einen Aufenthalt in Tromsö? Lass es uns und die Welt wissen!

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